Zum 22. Mal in Folge (mit Ausnahme des Jahres 2022) führt Nordkorea den Index an. Sein Gewaltscore ist in diesem Jahr weiter gestiegen, da Christen Gefahr laufen, in der Öffentlichkeit kurzerhand hingerichtet zu werden, wenn sie entdeckt werden.
Die Länder, die am härtesten gegen den christlichen Glauben vorgehen
In diesen 10 Ländern werden Christen am härtesten verfolgt und diskriminiert:
1. Nordkorea
2. Somalia
3. Jemen
4. Libyen
5. Sudan
6. Eritrea
7. Nigeria
8. Pakistan
9. Iran
10. Afghanistan
Indien, das bevölkerungsreichste Land der Welt, belegt aufgrund des Gewaltniveaus und der hohen Anzahl angegriffener Kirchen wie im Vorjahr den 11. Platz, während China von Platz 19 auf Platz 15 vorgerückt ist.
Chaos und Kontrolle als Triebkräfte der Verfolgung
Anhaltende Konflikte, organisierte Kriminalität und islamistische Aufstände sind Kontexte, die Chaos begünstigen.
Wenn sich dieses etabliert, wie in mehreren Ländern in Subsahara-Afrika, in Myanmar (13), Mexiko (31) oder im Sudan (5), können die Gegner des Christentums ungestraft agieren.
Mit dem zunehmenden Autoritarismus erhöhen die Regime den Druck und die Gewalt gegen christliche Minderheiten. Dies ist der Fall in China (15), aber auch in mehreren zentralasiatischen Ländern wie Kasachstan (38) und vor allem Kirgisistan (47), das erstmals seit 2013 wieder auf dem Index vertreten ist.
Kirche in den Untergrund gedrängt
In vielen Ländern zwingt die Verfolgung die Kirchen, in den Untergrund zu gehen.
In Afghanistan (10) hat sich die Kirche daran gewöhnt, im Verborgenen zu leben, während in Algerien (19) alle protestantischen Kirchen geschlossen wurden und die Christen nun isoliert leben. In Libyen (4) zwingt die Angst vor Razzien die Gläubigen, sich zu verstecken, während China (15) die Kontrollen verschärft, was dazu führt, dass Kirchen fusionieren oder in den Untergrund gehen. Christen werden in Bezug auf ihren Glauben immer vorsichtiger – ein wachsender Grund zur Sorge für Open Doors.
Der Index in einigen Schlüsselzahlen
Im vergangenen Jahr:
- 4476 Christen wurden aufgrund ihres Glaubens getötet, davon 3100 in Nigeria.
- 4744 Christen wurden inhaftiert, davon mehr als 2000 in Indien.
- 209'771 Christen mussten aufgrund von Gewalt und Verfolgung ihre Häuser verlassen.
Anzeichen der Verbesserung
In Indonesien haben die extremsten Formen der Gewalt gegen Christen so stark abgenommen, dass das Land aus dem Index herausfällt. Kolumbien fällt vom 34. auf den 46. Platz, da die Zahl der Morde an Christen stark zurückgegangen ist. Dies ist vor allem auf einen längeren Waffenstillstand zwischen Guerillakämpfern und Drogenhändlern zurückzuführen. Nicaragua bleibt auf Platz 30 des Index. Im vergangenen Jahr wurden fast 100 Christen, darunter die grosse Mehrheit von Priestern, des Landes verwiesen. Einige von ihnen waren zuvor inhaftiert worden, weshalb diese Vorfälle als Zeichen einer Verbesserung der Lage zu werten sind.
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